Aktuelle Mitteilung des Verlags
EDITION KÖLN
Peter Faecke
Mevissenstr. 12, 50668 Köln
 
In unserer Reihe Krimi & Co. verlegen wir dieses Jahr von Januar bis November zehn Kriminalromane unter dem Titel:
 
Kriminelle Sittengeschichte Deutschlands
 
Es sind Romane, die zwischen 1957 und 1993 ersterschienen sind und die zeigen, dass auch der deutsche Kriminalroman, den es noch bis in die 60er Jahre kaum im Bewusstsein der Öffentlichkeit gab, eine Geschichte hat. Sie deckt sich mit jener der Bundesrepublik, in der die Romane spielen. Daher der Titel Kriminelle Sittengeschichte Deutschlands.
 
Herausgeber ist Frank Göhre, in Hamburg lebender Krimi-Experte und Autor, der zuletzt "MO - Der Lebensroman des Friedrich Glauser" veröffentlichte.
 
Jeden Monat bis November 2008 erscheinen zwei Romane, versehen mit Nachworten oder Portraits der Autoren als schöne und sorgfältige, preiswerte Klappenbroschur.
 
Ende Januar erscheinen:
Egon Eis
DUELL IM DUNKEL
Roman 1957
Engl. Brosch., 176 Seiten
EUR 11,80
Krimi & Co.
ISBN 978-3-936791-45-7
 
Egon Eis, 1910-1994, schrieb Kriminalromane, Filmdrehbücher und Bühnenstücke. Er emigrierte nach Lateinamerika und arbeitete nach seiner Rückkehr an Drehbüchern für die Verfilmung der Romane von Edgar Wallace. - Duell im Dunkel spielt im Nachkriegs-Hamburg: Schwarzmarkt, Schmuggel und der Beginn der Organisierten Kriminalität.
 
 
Hansjörg Martin
KEIN SCHNAPS FÜR TAMARA
Roman 1966
Engl. Brosch., 216 Seiten
EUR 12,80
Krimi & Co.
ISBN 978-3-936791-46-4
 
Hansjörg Martin, 1920-1999. Mit seinen über 30 Romanen gilt er als "Begründer des neuen deutschen Kriminalromans". - Kein Schnaps für Tamara spielt in einer Kleinstadt Schleswig-Holsteins, wo der Juniorchef einer Schnapsfabrik eine Afrikanerin ins Haus holen will, die ihn in Tunis über den Krieg gerettet hat. Und schon sitzt eine Tote im Zug.
 
Im August:
Rote Messe
Von Michael Molsner

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Programm der Reihe "Sittengeschichte der Bundesrepublik"
und vorgesehene Titelfolge

Vom Schwarzmarkt zum Bioladen, von den alten Nazis zu den „Neonazis“,
vom Mauerbau bis zur Deutschen Einheit - das ist die Zeit vom Ende der
Vierziger bis in die Neunziger Jahre, das ist die alte Bundesrepublik, ein Staat,
in dem es für viele wieder aufwärts ging und letztlich doch nicht vorwärts,
nicht hin zu einem gänzlich befriedeten Land, trotz Kniefall eines
sozialdemokratischen Kanzlers und einem grünen Wünschen und Wollen.
Das „Wirtschaftswunder“ ging mit der Wiederaufrüstung und der allgemeinen
Wehrpflicht einher, auf die Proteste und Revolten gegen autoritäre Strukturen
in den Sechziger Jahren wurde mit „Knüppel raus“ und Rasterfahndung reagiert.
Einem „Heißen Sommer“ folgte der „Deutsche Herbst“ - zum Jubeln wenig,
aber zu erzählen genug.

In der „Sittengeschichte der Bundesrepublik“ wird in Kriminalromanen
von diesen Jahrzehnten erzählt. Es sind Romane über Kriegsheimkehrer und
aus dem häuslichen Muff flüchtende Jugendliche, über Apo-Aktivisten und
zwielichtige BKA-Männer, über türkische Immigranten und Amok laufende
Familienväter. Es sind Geschichten über die großen und die kleinen Verbrechen,
über kaltblütig begangene Morde, über Totschlag und Notwehr in höchster
Verzweiflung. Sie erzählen vom bundesrepublikanischen Alltag, von schuldig
gewordenen und schuldlos verstrickten Personen, von vermeintlichem Recht
und wahrer Gerechtigkeit. Spannend und nachhaltig einprägend spiegeln sie
das wieder, was in jenen Jahre Politik und Gesellschaft bewegt und aufgebracht
hat. Es ist die Geschichte eines halben Jahrhunderts, eine Geschichte in Geschichten,
ein sich in elf Bänden fortsetzender Gesellschafts- und Sittenroman bundesdeutscher Wirklichkeit.
 

Vorgesehen sind:

Die Sechziger Jahre
Friedhelm Werremeier, Taxi nach Leipzig
Mit einem Porträt des Autors von Frank Göhre
August 1968. Der Hamburger Kriminalkommissar Trimmel (der erste „Tatort“-Kommissar) reist illegal nach Leipzig. Er ist einer deutsch-deutschen Geschichte auf der Spur.

-ky, Einer von uns beiden
Mit einem Porträt des Autors von Jürgen Alberts
Ein Student entdeckt, dass sein Uniprofessor seine Dissertation plagiiert hat. Er erpresst ihn. Berlin der Sechziger Jahre. Wahlkampf. Studentenproteste. Hasch, LSD und farbige Mode.

Und wie erwähnt:
Die Siebziger Jahre
Michael Molsner, Rote Messe
Mit einem Porträt des Autors von Jürgen Alberts
Der Polit-Krimi der siebziger Jahre wurde von Rowohlt seinerzeit wegen seiner „linken Tendenz“ nicht veröffentlicht, obgleich bereits zwei Kriminalromane Molsners als rororo-thriller erschienen und von der Kritik gefeiert worden waren. Rote Messe erschien deshalb als Fischer Taschenbuch.

Irene Rodrian, Schlaf, Bübchen, schlaf
Mit einem Porträt der Autorin von Frank Göhre
Das Psychogramm eines „ganz normalen Mannes“, Familienvater und Redakteur einer Firmenzeitschrift, dem nach und nach der Boden unter den Füßen wegsackt und der letztlich Amok läuft. Spielt im Jahr 1979 und vermittelt exakt die Atmosphäre dieser Zeit.

Die Achtziger Jahre
Helga Riedel, Einer muss tot
Mit einem Nachwort von Frank Göhre
Lehrerin gibt zwei Türken Deutschunterricht und verliebt sich in einen dritten. Heirat. Ehehölle. Mord. Wer ist der wahre Schuldige?

Peter Schmidt, Die Regeln der Gewalt
Mit einem Nachwort von Jürgen Alberts
Über die Zusammenarbeit der DDR-Stasi mit der RAF

Peter Zeindler, Feuerprobe
Porträt des Autors von Fank Göhre
DDR-Spion nach der Wende - ratlos