Frank Göhre gibt eine Sittengeschichte
der Bundesrepublik
in neun Kriminalromanen heraus!
Die gesamte Edition Köln
Im Rahmen dieser Edition ist erschienen und seit Anfang September im Handel:
Die Siebziger Jahre
Michael Molsner, Rote Messe
Mit einem Porträt des Autors von Jürgen
Alberts
Thema ist ein Kulturschock Anfang der 70er. Harmlose und weniger harmlose Bürger erleben, wie auswärtige Studenten im Bund mit einheimischen Fachschülern die ausklingende 68er-Revolte in die Mauern ihrer alten Reichsstadt tragen. Der Mord an einem Arbeiter muß unter diesen Umständen vertuscht werden. Ein ehrgeiziger Lokalredakteur will mit der Polizei zusammenarbeiten. Doch er ahnt, daß die Behörde nicht nur die Demonstranten, auch ihn selbst desinformiert. Gleichzeitig fühlt er sich von den Revoluzzern mächtig angezogen. Viel von ihrer Kritik an Spießerei und Verdrehung von Tatsachen leuchtet ihm ein. Der Aufstand bringt den Revoltierenden die vorhersehbaren Schwierigkeiten, dem Chronisten einen schmerzlichen Erkenntnisgewinn. Er wird von seiner Umwelt - den Vorgesetzten, den Kollegen, dem Freundeskreis, selbst den Lesern seiner Beiträge - ganz selbstverständlich für manipulierbar gehalten. Entsetzt über sich selbst resümiert er:
Ich möchte nicht mehr bloß tun und denken, was die andern wollen. Ich möchte anfangen rauszukriegen, was ich denn eigentlich will. Hat übrigens auch seine Schwierigkeiten. Aber das ist eine andere Geschichte.
Die damals versprochene "andere Geschichte"
liegt nun vor, ich veröffentliche sie erstmals auf dieser Homepage:
Neuer Roman
Von Michael Molsner
Die Untergrundfrau
Lang her gegenwärtig
2008. Zum 40. Mal jährt sich die Studentenrevolte. Wie war es wirklich und worum ging es?
Der Autor:
„68 – wie hab ich es erlebt? 29 Jahre alt, gelernter Journalist (Volontariat
in einer Lokalredaktion der Provinz) mit Veröffentlichungen in ZEIT,
STERN, KRISTALL und einigen andern. Und einem aufgegebenen Konkurrenzkampf:
Ich hatte für das 8 Uhr-Blatt in München als Gerichtsreporter
gearbeitet. Nicht ohne Erfolg. Doch es ging ein, aufgekauft von der Abendzeitung,
deren Chefredakteur wissen ließ: Er habe jetzt einen Gerichtsreporter
zuviel, entweder sei der bisherige überflüssig oder ich. Nun
dürfe jeder beweisen, daß er der bessere sei. Manche sind für
die Konkurrenz geboren, meine Richtschnur war Kollegialität. Ich quittierte.
Unzeitgemäß! Wie heutigentags angeblich wieder.
Und dann auf einmal doch zeitgemäß! Von zunächst ganz
unbekannten Studenten in Berlin und Frankfurt wurde Solidarität eingefordert.
Mit Vietnam. Unter Studierenden. Mit den Belegschaften. Für mich war
die Welt keine Fremde mehr. Unerwartet fühlte ich mich zuhause – in
Hannover, wo ich einen Job bei der sozialdemokratisch kontrollierten Hannoverschen
Presse schnell aufgegeben hatte, um meinen ersten Rowohlt-thriller zu veröffentlichen,
und zu einer Art Pressesprecher der Studentenbewegung mutierte. Ich holte
Landgerichtsräte zur Diskussion in unsere Szenekneipen, interviewte
Polizisten, war kritischer Begleiter von Demos. Und feierte den Erfolg
unserer Rot-Punkt-Aktion. Die Blockade der Straßenbahn und ihr Erfolg
durch die Hilfsbereitschaft privater Autofahrer wurde weltweit beachtet.
Meine Berichte waren vor allem in der Frankfurter Rundschau zu finden.
Lang her gegenwärtig. Aber stehen die heute Zwanzig- bis Dreißigjährigen
nicht wieder, wie damals wir, vor einer abweisenden Berufswelt und sollen
um Ziele konkurrieren, die es nicht wert sind erreicht zu werden?
Sackgassen locken. Auswege müssen gefunden werden. Was ist falsch
gelaufen und was vielleicht nicht ganz so falsch, wie viele gern unterstellen?“
Die Rote Messe hatte uns ermutigt, die Konkurrenz uns genötigt, Freiheit zu sinnvoller Bindung blieb das Ziel. Wie haben wir es erreicht, wie verfehlt?
Die Handlung:
Einer der bekannteren Studentensprecher verunglückt tödlich.
Kurz zuvor hatte er sich auf einer Vollversammlung erbittert mit seiner
Schwester gestritten. Sie fuhr den Unfallwagen und überlebte mit Rippenbrüchen.
Er starb, nachdem er den Wagen bereits unverletzt verlassen hatte! Dubiose
Umstände. Ein gescheiterter Staatsschützer ermittelt, ein ehrgeiziger
Verfassungsschützer vertuscht, die Politische Polizei fahndet nach
der Schwester, sie ist in den Untergrund abgetaucht, Mord und Bankraub
werden ihr vorgeworfen. Kann es sein, daß sie den eigenen, bewunderten
Bruder...? Und gar aus politischen Gründen?! Nein. Undenkbar.
Das Angebot:
Leseprobe hier. Wer auf den ganzen
Roman neugierig geworden ist und ihn lesen will, bestellt ihn über
die Email-Funktion dieser Homepage (Navi-Spalte unten links). Gegen Erstattung
geringer Kosten kommt die Datei als PDF als Anhang einer Mail.
Ich bin schockiert. Aber auch interessiert. Und amüsiert :
Was das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL Nr. 50/ 10. November 2007 in seiner Titelstory als Novität andient, habe ich bereits vor sechs Jahren in meinem Roman UM ALLES IN DER WELT ausführlich dargestellt: die Finanzierung der Oktoberrevolution von 1917 durch das Deutsche Reich Kaiser Wilhelms II. Alle Einzelheiten mitsamt einer Liste der wichtigsten historischen Quellen waren seither im Roman nachzulesen und auch über meine Navigationsleiste links auf dieser Homepage zu erfahren.
Sogar das Titelbild meines Romans kehrt auf der Titelseite des SPIEGEL wieder! Vergleicht selbst, es ist per Link auf den Romantitel in der Navi nur einen Mausklick entfernt.
Alles Zufall? Ausgehen dürfen wir davon, daß die Rechercheure des SPIEGEL auf meinen Roman gestoßen sein müssen. Die Münchener ABENDZEITUNG hat am 15. April 2002 eine freundliche und ausführliche Besprechung des "Geschichtskrimis" im Vorfeld der Münchener Criminale veröffentlicht. Und auch anderswo ist das Buch besprochen worden.
Obgleich ich als erster die Zusammenhänge aufgedeckt habe, hat niemand vom SPIEGEL Kontakt mit mir aufgenommen, Die Gründe könnten verschiedener Art sein; einer kommt mir sofort in den Sinn. Hätte die Redaktion auf meinen Roman hingewiesen, so würde dem Publikum klar geworden sein, daß die Story nicht als Novität angeboten werden konnte.
Immerhin hätten kollegiale Skrupel dennoch dazu führen können, mir als dem eigentlichen Erst-Finder der Story eine freundliche kleine Nebenbemerkung zu widmen.
Die Konkurrenz, mit der wir alle leben müssen, ist hart und wird
immer härter. Seltsamer Zufall, daß mein neuer Roman - den ich
nur auf dieser Homepage veröffentlichen kann, solange er in kein Verlagsprogramm
zu passen scheint, - daß mein Polit-Thriller DIE UNTERGRUNDFRAU sich
mit exakt der Frage auseinandersetzt, was Menschen zustößt,
die den Verdrängungswettbewerb ohne Rücksicht auf eigene und
fremde Befindlichkeiten führen. Näheres dazu weiter unten auf
dieser Seite. - Ob wohl in sechs Jahren eine Titelgeschichte des SPIEGEL
vor den Gefahren allzu robust geführter Konkurrenzkämpfe warnen
wird? Dann zweifellos mit Hinweis auf den Erstfinder... oder wieder nicht?
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Ein Interview über meine Zusammenarbeit mit dem bedeutenden Regisseur und Brecht-Schüler Wolfgang Staudte enthält das Buch "Courage und Eigensinn", das anläßlich des 100. Geburtstages von Wolfgang Staudte in Saarbrücken erschienen ist.
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| Starker
Zauber
Kriminalroman Herbst 2004
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